La Palma
28.November bis 5.Dezember
2002
www.la-palma-reise.de
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Advent, Advent die Sonne brennt – da waren wir, im vorweihnachtlichen,
sonnigen Süden, auf der paradiesischen Insel La Bosnita – aber auf
Umwegen.
Unser Flug Air Berlin 1644 sollte pünktlich um 06.05 Uhr, am 28.11.02 aus
Tegel abheben. Wir beschlossen am Vorabend einzuchecken. Dies ging ohne Probleme
und recht zügig von statten. Nach einer halben Stunde waren wir unsere
Koffer los und hielten die Bordkarten in der Hand.
Eine unruhige Nacht mit 4 Stunden schlechtem Schlaf später wurden wir um 04.00 Uhr vom Wecker aus den Federn gerissen. Ein kleines Frühstück und schon düsten wir dank Steini über den neuen Oranienburger Autobahnzubringer zum Airport. Dort kamen wir pünktlich um 05.15 Uhr an. Wie immer und Myrphis Gesetzen zur Folge hatte der Flug natürlich Verspätung. Also starteten wir erst um 07.15 Uhr. Im Flugzeug schilderte der Kapitän den Grund für die Verspätung. An einem der beiden Triebwerke wurde über Nacht ein Ventil gewechselt. Die Sicherheitsvorschriften schreiben in solchem Fall einen Probelauf vor. Aus Gründen des Lärmschutzes ist dieser in Berlin-Tegel erst ab 06.00 Uhr morgens möglich.
Knapp 5 Stunden später und nach einem leckeren 2. Frühstück,
kurz vor dem Ziel und den Tjede Teneriffas im Blick, gab der Pilot die nächste
unschöne Nachricht bekannt. Auf La Palma herrschte so schlechtes Wetter,
dass eine Landung dort zu diesem Zeitpunkt nicht möglich war. Es blieb
nichts weiter übrig, die Maschine bog links ein und wir landeten auf dem
Flughafen Teneriffa-Süd.
Die Crew versprach, dass nach kurzem Auftanken und verbesserter Wetterlage die Reise soeben fortgeführt wird. Nun hatten wir die Möglichkeit den Boden Teneriffas zu betreten und uns den Airport anzuschauen. Nach 4 langen Wartestunden ging es endlich weiter. Noch ein Start und eine Landung mehr und wir konnten 20 Minuten später endlich auf La Palma aufsetzen. Es war spürbar warm, regnete und windete sehr. Im Flughafengebäude empfing uns wie verabredet sogleich ein Mann von der Mietwagenfirma. Er hielt ein Schild in der Hand, auf welchem in großen Lettern meine Name stand. Er führte uns zu unserem Auto. Statt des gebuchten Seat Marbella bekamen wir einen Renault Twingo. Wir bezahlten das Fahrzeug und den Rest für die Unterkunft. In Deutschland hatten wir bereits 100 € angezahlt. Das ging alles absolut unproblematisch über die Bühne. Wir brauchten nicht ein Mal die in anderen Ländern sonst übliche Kaution hinterlegen. Dann begrüßte uns Herr Uli Feige, über dessen Internetportal www.la-palma-reise.de wir die Unterkunft und den fahrbaren Untersatz buchten. Er erklärte uns warum die Maschine nicht gleich landen konnte. Es lag am Wind. Die kleine Landepiste verläuft direkt an der Küste parallel zwischen Bergen und Meer. Kommt der Wind (3-4 Mal im Jahr) von der Seite, also direkt von der See oder über die Berge, ist eine Landung wegen gefährlicher Luftturbolenzen ausgeschlossen. Das kann Stunden oder eine ganze Nacht dauern. So war unser Aufenthalt auf Teneriffa noch verhältnismäßig kurz ausgefallen.
Herr Feige gab dann per Telefon der Vermieterin unsere Ankunft und unser Autokennzeichen bekannt. Wir konnten los fahren. Nach dem wir auf der Ost-West Route, den Tunnel durch das Bergmassiv in der Mitte der Insel durchquerten, begrüßte uns auf der anderen Seite wie durch ein Wunder die Sonne. Am Horizont erblickten wir einen riesen großen Regenbogen.
Als wir nach fast 1,5 Stunden Fahrt am verabredeten Treffpunkt Torre del Time ankamen, begrüßte uns unsere strahlende Vermieterin. Nun brauchten wir ihr nur noch 5 Minuten folgen um an unserem Domizil Casa Teresa in La Punta anzukommen.
An dieser Stelle möchten wir ein großes Kompliment machen. Die Reservierung der Unterkunft und des Wagens tätigten wir ja ganz einfach per E-Mail. Und alles zu einem sehr moderaten Preis. Trotz Stundenlanger Verspätung des Fluges klappte alles wie am Schnürchen! Ein ordentlicher Service zu einem angemessenen Preis. Vielleicht sollte sich in Deutschland so manch ein Dienstleister ein Scheibchen abschneiden! Auch im Hinblick auf die in La Palma viel entspanntere Lebensauffassung. J
Gegen 17.00 Uhr waren wir also im Quartier. Hier schauten wir uns kurz um. Die nette Frau zeigte uns den wunderschönen Garten mit Pool und unsere kleine aber sehr feine Wohnung. Genau passend für 2 Personen und sehr nett eingerichtet. Der Garten ist, man frage Yv, mit vielen Südfrüchten (z.B. Avocados, Zitronen usw.) bestückt. Von der Terrasse hat man, aus der Höhenlage von ca. 400 m, einen herrlichen Blick auf die Landschaft und den Atlantik.
Dann versuchten wir dem verlorenen Urlaubstag doch noch etwas abzugewinnen und sprangen in unser Auto. Wir mussten noch einkaufen und wollten schnell einen Badestrand suchen. Diesen fanden wir so gleich in Puerto Tanzacorte. Trotz annährender Windstille war das Baden wegen riesiger Wellen leider unmöglich. So musste das erfrischende Bad am ersten Tag leider ausfallen.
Freitagvormittag begannen wir eine Tour in den Süden der Insel. Dort findet
man zahlreiche Vulkane. La Palma ist wie alle Inseln des Kanarischen Archipels
vulkanischen Ursprungs. Dieses Gebiet gehört zu den aktivsten der Erde.
Im Jahre 1971 spie der Vulkan Teneguia zu letzt Feuer. Wir starteten eine Rundwanderung
um den Krater des San Antonio. Nachdem wir ihn halb umrundet hatten, kamen so
starke Windböen auf, dass ein Weitergehen unmöglich erschien. Wir
hatten Angst in den Abgrund gepustet zu werden. So brachen wir die Vulkantour
ab und watschelten im Entengang zurück. Nun fuhren wir mit dem Auto die
Küste hinab und gelangten zu einer abgelegenen Badebucht. Hier sonnten
wir uns ein wenig in einer Strandburg aus Lavagestein. Es war immer noch sehr
windig und es herrschte eine starke Brandung. Leider war das Baden wieder nicht
ganz ungefährlich. So planschten wir nur in der aufschäumenden Gischt.
Wir setzten den Tagesausflug in Richtung Osten, zur Hauptstadt Santa Cruz, in der Hoffnung eine bessere Bademöglichkeit zu finden, fort. Dieser Teil der Insel hatte mit Wolken verhangenem Himmel und Regen noch schlechteres Wetter.
La Palma besitzt im Landesinneren ein Hochgebirge mit bis zu 2500 m Höhe. Der Nordost Passat bringt Wolken die in den Bergen hängen bleiben. So regnet es im Osten und im Westen scheint die Sonne. Seltener auch umgekehrt. So erklärt sich, dass La Palma eine wirklich grüne Insel ist. Sie ist die letzte der Kanaren mit ganzjährigen Bächen.
Wir beendeten unseren Ausflug mit Richtung nach Hause. Wir kamen im Dunkeln an. Sonnenuntergang ist Anfang Dezember gegen 18.15 Uhr Ortszeit und 19.15 Uhr MEZ!
An diesem und am folgenden tag mussten wir feststellen, dass man auch auf dieser relativ kleinen Insel (ca. 40 x 20 km Ausdehnung) einen ganzen Tag mit dem Autofahren zu bringen kann.
Im Grunde ist die Insel ein Hochgebirge welches aus den Fluten des Ozeans ragt. Die Straßen bestehen zum überwiegenden Teil aus Kurven. Man braucht für 30 km eine gute Stunde. Wobei 5 km Luftlinie leicht 20 km oder mehr zurückgelegte Strecke werden können. Zum Fahren braucht man ausschließlich den 1. bis 3. Gang. Unsere Hochachtung gilt den Ingenieuren und Straßenbauern für die Umfangreiche Erschließung der Insel.
Freitag nahmen wir uns eine Tour in den Norden vor. Ein Abstecher brachte uns
auf den höchsten Gipfel, den Los Muchachos. In 2426 m Höhe befinden
sich die bedeutensten Observatorien der nördlichen Hämesphäre.
Oben angekommen spürten wir den Wind am Auto rütteln und es kam ein
leichtes Kribbeln in der Bauchgegend auf. Was sich beim Kraxeln in atemberaubender
Höhe verstärkte. (Nur für wirklich schwindelfreie zu empfehlen!)
Der Ausblick in den Calderakrater war phantastisch und am Horizont zeichnete
sich Teneriffa mit dem Tjede ab.
Wir fuhren weiter gen Nordosten. Nach einem üppigen Mittagsmahl suchten wir die Naturschwimmbecken Carso Azul auf, in der Hoffnung schön Baden zu können. Hier sind an der Küste Becken in den Fels gearbeitet, die durch natürliches Meerwasser gespeist werden. Leider war auch hier ein Baden wegen der starken Brandung unmöglich.
Die Anlage war gesperrt. Über die Strasse an der Ostküste gelangten wir in den Norden nach La Fanjana. Auch hier gibt es Naturschwimmbecken. Da diese geschützter vor den Wellen im Felsen liegen konnte ich endlich ein richtig erfrischendes Bad nehmen. Beim Schlendern durch die Felsenbucht entdeckten wir eine kleine Appartementanlage. In der benachbarten Bar ließ ich mir die Visitenkarte des Vermieters geben. Vielleicht Mal für später, wer weiß...?
Wir kurvten ein Wenig durch die Berge des Nordens und traten den Heimweg an. Welcher vom nordöstlichsten Ende zur zentralen Westküste 2 Stunden dauerte!
Sonntag nahmen wir uns einen Autofreien Tag vor. Wir konnten keine Serpentinen
mehr sehen! Wir beschlossen Urlaub an unserem Pool zu machen. Irgendwie kam
mir das aber dann doch zu langweilig vor. So studierte ich den eigens erworbenen
Wanderführer und entdeckte gar nicht weit von uns eine einsame Bucht. So
saßen wir also doch wieder in unserem Turbo Twingo. Aber nur 6 km bis
in den Nachbarort. Dort verließen wir die Hauptstrasse und kurvten 30
Minuten im ersten Gang immer weiter die Steilküste hinab. An einem kleinen
Parkplätzchen endete die „Strasse“. Ab hier, immer noch 200
m über dem Meeresspiegel, ging es zu Fuß weiter. Nach einer weiteren
dreiviertel Stunde, einem dunklen Tunnel und zahllose Felsstufen kamen wir endlich
in der Bucht an. Von dem versprochenen Sandstrand war rein gar nichts zu sehen.
Wie sich später raus stellte lag dies an den Gezeiten. Dafür offenbarte
sich ein Blick auf ca. ein Dutzend in den Fels getriebene Datschen.
Wir beschlossen weiter zu wandern, denn nördlicher sollte noch ein kleinerer Strand liegen.
Jetzt begann eine richtige Kraxelei. Der Weg verlor sich bald in den zahlreichen Felsklippen und man musste ihn sich suchen. Wieder 40 Minuten später schauten wir auf eine kleine wirklich einsame Badebucht. Endlich hatten wir ihn gefunden. Unseren Traumstrand mit feinem Lavasand, kristallklarem Wasser und mäßiger Brandung. Mutterseelen alleine frönten wir entspannt der FKK Badelust und sonnten uns ausgiebig. Wenn man sich umblickte, wurde einem schon etwas mulmig. Direkt hinter uns stieg die Felswand der Steilküste senkrecht in den Himmel. Abends nach über einer Stunde Rückweg war die Erfrischung dahin und wir kamen Schweizgebadet am Auto an.
Montagmorgen schlugen wir wieder den Wanderführer auf und suchten uns eine
kleine Testwanderung in die Caldera raus. Die Caldera de Taburiente ist ein
Teil des Hochgebirges der Insel. Diese besteht wie gesagt im Süden aus
einzelnen Vulkanbergen und im Norden aus eben dieser Caldera. Die Caldera hat
die Form eines riesigen Kraters. Lange waren die Wissenschaftler davon überzeugt
das es sich um einen Vulkan mit gigantischem Ausmaß handelt. Durch neueste
Forschungen ist man zu dem Schluss gekommen, dass es sich um einen Erosionskrater
handelt, um einen der größten der Welt. Im Durchmesser misst er über
8 km und in der Höhe bis zu 2500m. Einen ersten Einblick bekamen wir ja
vom Los Muchachos. Dieser hatte Appetit auf mehr gemacht.
Nach endlosen Serpentinen parkten wir unseren Wagen in den Bergen und begannen eine kleine Rundwanderung im Schatten kanarischer Kiefern.
Diese Bäume besitzen durch ihre dicke Borke eine extreme Feuerfestigkeit. So kann ihnen ein Waldbrannt nichts an haben. Bereits 5 Jahre nach einem Flammeninferno, welche leider auch auf La Palma nicht aus bleiben, tragen die Bäume wieder ein grünes Nadelkleid. Nach knapp 3 Stunden beendeten wir unsere kleine Stock und Steine Tour. Von der wilden Natur, der Stille, der frischen Luft und dem Ausblick angetan beschlossen wir für den folgenden Tag eine ausgedehntere Wanderung. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in unserer geheimen Badebucht.
Dienstag klingelte der Wecker uns um 8 Uhr wach. Wir mussten früh aufbrechen,
um unsere geplante 17 km Wanderung im Hellen zu beenden. Unseren PKW parkten
wir am Ausgangspunkt in der Augustina Schlucht. Dort stiegen wir in einen Jeep
um.
Eine dreiviertel Stunde, unzählige Pistenkilometer und Serpentinen später kamen wir am eigentlichen Startpunkt der Wanderung an. Yv machte sich in Anbetracht unserer Turnschuhe und der Wanderschuhe der anderen Leute einige Sorgen.
Von hier aus ging es auf Schusters Rappen los. Nach 2 Stunden auf und Ab, über einen gemütlichen Wanderweg, waren wir mitten im Caldera Nationalpark, am Bach Taburiente angekommen. Es offenbarte sich eine himmlische Idylle unweit eines Campingplatzes und des Nationalparkcenters. Hier kommt wirklich kein Auto hin. Einziges Verkehrsmittel was uns begegnete war ein Bergmensch auf seinem Pferd.
Nach einer kurzen Rast wurde nun der Weg immer schmaler steiler und teilweise ausgesetzt. Ständiger Begleiter war ein Atemberaubender Ausblick in die umliegenden Berge und Schluchten des Gebirges. Langsam aber sicher führte der Pfad in immer schwindelerregendere Gelände. Hin und wieder spürten wir als alte Flachland Tiroler unsere Herzen pochen. Angekommen an einer Gabelung stellte uns ein Schild vor die Wahl. Rechts der normale Weg und links nur für ausdrücklich Schwindelfreie Personen. Nach kurzem Überlegen folgten wir voller Mut unseren klopfenden Herzen und schritten linker Hand weiter. Es wurde schmaler, noch schmaler und am aller schmalsten bis das Wegelchen nur noch ca. 50 cm breit war. Unter uns hörte man den rauschenden Bach unten in der Schlucht. Von dort aus steigt die steile Felswand auf, in der wir lang kraxelten. Schritt für Schritt balancierten wir voran. Nach 10 Minuten war dieses Abenteuer beendet und wir waren wieder auf sicherem Terrain. Nun kamen wir bald unten in der Schlucht an und der Weg vereinigte sich mehr und mehr mit dem Bachbett. Bach abwärts kamen wir an eine Einmündung. Hier folgten wir dem anderen Wasserlauf und kamen an den Wasserfall „Cascada Colerado“. Durch das stark eisenhaltige Wasser ist der Fels rundherum rostrot gefärbt.
Zurück weiter den Bach entlang kamen wir als bald an eine Stelle mit einem befestigten Kreuz am Felsen. Am 20.11.2001 tobte ein schweres Unwetter in der Caldera. Das kleine Bächlein war blitzschnell zu einem reißenden Strom angeschwollen. Eine Wanderin wurde überrascht und kam an dieser Stelle im Alter von 32 Jahren ums Leben. Unser Mitgefühl den Hinterbliebenen.
Nach insgesamt 8 Stunden kamen wir wieder bei unserem Auto im Tal an. Wir hatten die „Augustina del Barenco“ Schlucht der Ängste, wie sie die Spanier nennen, durchwandert.
Und das problemlos in Turnschuhen. J
Mittwoch, unseren vorletzten Tag auf der Insel, wollten wir eigentlich noch
mal richtig schön entspannt und in der Sonne brutzelnd in unserer geheimen
Bucht verbringen. Leider machte uns ausgerechnet heute das Wetter einen Strich
durch die Rechnung. Der eigentlich immer sonnige Westen (Tanzacorte soll der
Ort mit den meisten Sonnenstunden Europas sein) war von Wolken bedeckt. So unternahmen
wir einen kleinen Einkaufsbummel und drivden mit unserem Turbo Twingonator durch
die Gegend. Wir landeten schließlich im Touristenörtchen Puerto Naos.
Am späten Nachmittag ließ sich tatsächlich die Sonne noch Mal
sehen und wir verbrachten einige Zeit am dortigen schönen schwarzen Strand
aus Lavasand.
Den Tag und die kurze Reise klang am Abend bei einem romantischen Essen in Puerto Tanzacorte romantisch aus.
Der Rückflug am Donnerstag verlief ohne Zwischenfälle, von einigen
Schlaglöcher unterwegs abgesehen. Pünktlich um 16.45 Uhr landeten
wir in Berlin. Wo uns der strahlende Torso einen netten Empfang bereitete...
Vielen Dank für diese kleine aber verdammt feine und wunderschöne
Reise, liebste Yv!
Fazit:
Natürlich ist eine Woche zu kurz um die Insel richtig kennen zu lernen.
Man hetzt drüber weg. Wenn man ein bisschen Bescheid weis, muss man schon
wieder nach Hause. Ist natürlich besser als gar nicht!
Für faule Pauschaltouristen die nur am Strand rum gammeln wollen ist La Palma weniger geeignet. Es gibt auch zentrierte Orte mit einigen Hotels an der Küste mit Strand. usw.. Aber riesige Betonburgen wie in Grand Canaria oder Teneriffa sucht man vergeblich. Davon ist und bleibt die Insel hoffentlich verschont. Dadurch das die EU Subventionen für den Bananenanbau gestrichen wurden, besteht natürlich die Gefahr, dass der sanfte Tourismus in einen Massenähnlichen umgewandelt wird. So könnten die Flächen der Plantagen in Erholungszentren umgebaut werden. Da die Insel zum Überwiegenden Teil aus Steilküsten besteht besitz sie nicht viele Strände. Dies könnte dem absoluten Rann entgegen wirken.
Hoffen wir das Beste!
Für Wanderer und individuelle Reisende ist sie ein Eldorado. Es gibt viele Ferienwohnungen, Fincas und Bungalows die einen schonenden Tourismus ermöglichen. Wobei man natürlich auf ein Auto angewiesen ist. Die wirklich große Ressource der Insel ist ihre üppige scheinbar intakte Natur. Man sollte alles daran setzen und diese schützen. Und den Tourismus auf diesem Level belassen.
Die Preise sind wie gesagt sehr moderat. Unsere Wohnung kostete 272,- €,
der Mietwagen 125,- € und der Flug mit Air Berlin 245,- €. Macht pro
Person also 444 €, rund 900 DM.
Benzin kostet nur die Hälfte und Lebensmittel etwa das Selbe wie in Deutschland.
ek
